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Ihr Anwalt gegen Windenergieanlagen

Argumente, die gegen den Ausbau von Windkraftanlagen sprechen


AKTUELLES URTEIL:

Ein französisches Berufungsgericht hat am 8.7.2021 eine Windkraftbetreiberfirma dazu verurteilt, eine hohe Entschädigungssumme an Anwohner eines Windparks zu zahlen.

Das Gericht hat festgestellt, dass bei den betroffenen Anwohnern Kopfschmerzen, schmerzhafter Druck auf den Ohren, Schwindel, Müdigkeit, Herzrasen, Tinnitus, Übelkeit, Nasenbluten und Schlafstörungen aufgetreten sind, die nach Ansicht des Gerichts auf die Windkraftanlagen zurückzuführen sind. Dabei spielt auch das sogenannte Windturbinensyndrom eine Rolle.

Deutsche Gerichte haben sich bislang geweigert, die Kausalität dieser Belastungen und Erkrankungen in Bezug auf Windkraftanlagen herzustellen.

Das französische Urteil bindet sicherlich nicht deutsche Gerichte. Es gibt aber Veranlassung, dass sich die deutsche Rechtsprechung mit diesem Thema eingehender befasst und sich nicht auf unzureichende und veraltete Gutachten einiger Umweltämter berufen kann.

Ich werde nach wie vor die Rechte der betroffenen Mandanten auch in dieser Richtung weiterverfolgen.

Aktueller Hinweis:

Die letzten Wochen und Monate waren geprägt von politischer Diskussion über den Ausbau der Windenergie in Deutschland. Windkraft wurde auch zum Thema des Bundestagswahlkampfes gemacht.

Hierbei könnte der Eindruck entstehen, ein rechtliches Vorgehen gegen Windkraftanlagen sei künftig kaum mehr möglich.

Es wird aber verkannt, dass auch bei womöglich angestrebten gesetzlichen Änderungen zur Förderung der Windenergie die rechtlichen Gesetzesnormen einzuhalten sind. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die europarechtlichen Vorgaben und Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs.

Das EU-Parlament hat in seiner Sitzung am 5.10.2021 sogar das Klagerecht für Bürger und Bürgerinnen sowie für sogenannte NGOs (Non-Government Organization – wie beispielsweise Natur- und Umweltorganisationen) ausgeweitet und zwar im Sinn der sogenannten Aarhus-Konvention:

Gesetzliche nationale Einschränkungen sind stets an den Vorgaben des EU-Rechts zu messen und auch von deutschen Gerichten bei der Entscheidung über die Genehmigungsfähigkeit von Windkraftanlagen zu berücksichtigen.




Gründe die gegen den Bau von Windkraftanlagen sprechen:


  • Windkraftanlagen tragen nicht wesentlich zum Atomausstieg und somit dem Klimaschutz bei
  • Die dringend erforderliche Energiewende wird durch Windindustrie nicht erreicht
  • Der Beitrag zur Stromproduktion ist zu gering im Vergleich zu den Fördermitteln
  • Windkraftanlagen können letztlich keine konventionellen Kraftwerke ersetzen
  • Die angeführte CO2-Ersparnis ist nicht so hoch wie behauptet, da bei der Herstellung und dem Bau der Anlagen CO2 erzeugt wird und oftmals Waldflächen gerodet werden müssen
  • Fossile Kraftwerke müssen weiter betrieben werden da nicht ausreichen Speichermöglichkeiten vorhanden sind
  • Unwirtschaftlichkeit: die Wirtschaftlichkeit wird nur durch immense staatliche Subventionen vorgetäuscht, die letztlich vom Bürger getragen werden müssen.
  • Der rapide Ausbau von Windkraftanlagen lenkt vom Bestreben ab, umweltverträglichere Alternativen zu schaffen
  • Windflauten sorgen zu Versorgungsproblemen, teure andere Energieträger müssen bereit gehalten werden
  • Erholungswert des Menschen ist gefährdet, Windenergieanlagen beeinträchtigen das Landschaftsbild erheblich
  • Die Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier sind nicht vorhersagbar
  • Lärmbelästigung
  • Infraschall kann bei sensiblen Menschen (und Tieren) die Gesundheit beeinträchtigen
  • Wälder, die aktiv zum Klimaschutz beitragen, werden zerstört
  • Verlust von Biodiversität (natürliche Vielfalt von Landschaft, Lebensräumen, und Arten)
  • Bedeutende Auswirkungen auf den Lebensraum vieler Tierarten
  • Negative Auswirkungen auf Vogelpopulation, Flugrouten werden gestört
  • Beeinträchtigung der Unterwasser-Tierwelt durch den Lärm der bei den Rammarbeiten der Trägerkonstruktionen in den Meeresgrund entsteht
  • Regionen die vom Tourismus leben – insbesondere vom sanften Tourismus – müssen mit wirtschaftlichen Einbußen durch nahe gelegene Windkraftanlagen rechnen.
  • Enormer Wertverlust von Immobilien im Bereich der Windenergieanlagen
  • Ausbau von Hochspannungsmasten teilweise zur Netzanbindung erforderlich
  • Straßenausbau notwendig, da für Schwerlaster befahrbare Wege gebaut werden müssen
  • Erhöhtes Unfallrisiko auf naheliegenden Straßen durch Vereisung der Rotorblätter (herabfallende Eisbrocken)
  • Brandgefahr durch Blitzeinschlag insbesondere im Wald
  • Verseuchungsgefahr: Für den Bau und die Wartung der Anlagen werden Gefahrstoffe durch empfindliche Lebensräume und Trinkwasserschutzgebiete befördert.


Diese Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben die unserer Meinung nach wichtigsten Argumente aufgeführt, die gegen Windkraftanlagen sprechen.

Kontakt

Rechtsanwalt Armin Brauns
Fuggerstraße 20 A

86911 Dießen am Ammersee Obermühlhausen

Tel. 0 81 96/99 86-153
armin.brauns@t-online.de

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